Inventarisierung fortgesetzt

Detail - Sammlung Wucher: Archivnummer beschriften, Foto Monika Kühne

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden auch in diesem Sommer auf Initiative des Vereins Kulturgutsammlung Walgau in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg zwei Sammlungen in Ludesch inventarisiert. Dabei handelte es sich einerseits um weitere Ausstellungsstücke der Sammlung „Othmar Gmeiner“ und erstmals auch um Objekte der Sammlung „Wucher“.

Vier Student*innen unterschiedlichster Fachrichtungen erwiesen sich gemeinsam mit Inge Hillberger, die sie zuvor eingeschult hatte, vom 12. Juli bis zum 4. August 2021 als eingespieltes Team. Timo Walser und Michael Entner fotografierten die Objekte, Sophie Hageneger übernahm die Vermessung und Beschriftung. Im Anschluss wurden die Fotos und Daten der entsprechenden Ausstellungsstücke von Katharina Batlogg und Inge Hillberger genau beschrieben und auf der Plattform „M-Box“ erfasst. Für die engagierte Arbeit des Teams und der Unterstützung durch die Projektleiterinnen der jeweiligen Sammlungen möchte sich der Verein Kulturgutsammlung Walgau herzlich bedanken.

Zunächst wurden im Wohnhaus Wucher in Ludesch Teile der Sammlung der Baufirma „Wucher“ inventarisiert. Als Projektleiterinnen vor Ort agierten Alexandra-Wucher und Monika Huber-Wucher. Der Vater der Geschwister Wucher baute mit alten Werkzeugen und Geräten, die er bei der Stilllegung alter Werkstätten fand, eine umfangreiche Sammlung auf. Darunter befinden sich unter anderem Gegenstände verschiedenster Handwerker wie Zimmerer und Tischler, Sattler, Schmied oder Steinmetz, aber ebenso Objekte aus dem Baubereich wie Vermessungs- und Nivelliergeräte. Insgesamt wurden in dieser ersten Etappe an die 500 Objekte inventarisiert.

Ein Großteil der rund tausend Ausstellungsstücke der Sammlung „Othmar Gmeiner“ wurde bereits in den letzten Jahren digital erfasst. Hertha Glück, die seit dem Jahr 2018 das von Othmar Gemeiner an die Gemeinde Ludesch vermachte „Gmeiner Huus“ als Mieterin bewohnt, stand den Student*innen auch in diesem Jahr wiederum mit Rat und Tat zur Seite. Diesen Sommer wurden durchwegs große Maschinen wissenschaftlich aufgearbeitet. Aber ganz im Sinne von Othmar und Karin Gmeiner, die das „Sammeln als sozialen Akt und kulturelle Praxis“ begriffen, steuert auch Hertha Glück neue Sammlungsstücke bei, unter anderem auch im Hinblick auf das weibliche Handwerk und die Alltagskultur. Diese neu erworbenen Objekte wurden ebenfalls digital erfasst.

Beide Sammlungen sind auf der Plattform "M-Box" zu finden. Als Gast dieser Website haben Sie die Möglichkeit, einen Einblick in dieses digitale Archiv zu erhalten: M-Box