Walgau Wiesen Wunder Welt

Die „Walgau-Wiesen-Wunder-Welt“ als Initiative zur Vernetzung der Umweltaktivitäten im Walgau bietet auch in diesem Herbst eine große Vielfalt an Veranstaltungen und Exkursionen. Einmal mehr wollen die Verantwortlichen der Initiative die Bevölkerung für die Schönheit und Bedeutung der Artenvielfalt der Flora und Fauna im Walgau sensibilisieren und zum Erhalt dieser wertvollen Kultur- und Naturlandschaft motivieren.

Heuseil und Spitztrüagle

„Ich nehme gar alles, es wird einfach alles aufbewahrt, weil es frisst kein Heu.“ So beschrieb Othmar Gmeiner seine Sammelleidenschaft, in dessen Zentrum die Vielfalt an Arbeitsgeräten stand. Mit Heu hat auch das „Objekt des Monats“ September unmittelbar zu tun. War das Gras abgemäht und getrocknet, kamen die „Heuseile und Spitztrüagle“ zum Einsatz.

Wie der Walgau zu seinem Namen kam

  • Mittwoch, 19. August 2020
  • /  Markus Pastella
Detail: Bludesch, Filialkirche hl. Nikolaus, in Zitz, Foto: Böhringer Friedrich, CC BY-SA 3.0

Der Name Walgau entstand, als im südlichen Vorarlberg noch die rätoromanische Sprache vorherrschte. Die Rätoromanen wurden von den bereits deutsch oder vielmehr alemannisch sprechenden Rheintalern als „Walche“ oder „Welsche“ bezeichnet. Wie aber hieß der Walgau früher und warum bezeichnete man Romanen als Welsche? Was verbindet den Walgau namentlich mit den Walisern aus Wales und den Walsern aus dem Wallis?

Etiketten für Streichholzschachteln, Foto: Monika Kühne

Auf Initiative der Kulturgutsammlung Walgau konnten in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg neue Objekte, die zu den Sammlungen des Tabakmuseums in Frastanz und der Sammlung Othmar Gmeiner in Ludesch dazu gekommen sind, inventarisiert werden. Wie bereits in den vergangenen Jahren erwiesen sich auch in diesem Sommer Student*innen als engagierte Mitarbeiter*innen, für deren Arbeit sich der Verein Kulturgutsammlung Walgau herzlich bedanken möchte.

Meerschaumzigarrenspitz

Unser Objekt des Monats ist ein besonders schönes Beispiel eines "Zigarrenspitzes aus Meerschaum". Es ist eines der besonderes eindrucksvollen Objekte, das im Rahmen der diesjährigen Inventarisierung im Tabakmuseum Frastanz von einem engagierten Studententeam dokumentiert worden ist. Mehr zum Objekt finden Sie, wenn Sie direkt das "Objekt des Monats" anklicken.

Sreenshot KGW Website

Herzlich Willkommen auf der neu gestalteten Website der Kulturgutsammlung Walgau! Als lange gehegtes Projekt hat der Webauftritt unseres Vereins nach einer intensiven Planungs- und Arbeitsphase seine neue lebendige Gestalt angenommen. Seien Sie neugierig und erfahren Sie mehr über den Walgau und dessen vielfältige Kultur! 

Sammlung Othmar Gmeiner

Othmar Gmeiner interessierte sich schon früh für alte Geräte im eigenen Haus. Bald begann er auch zur Ludescher Geschichte zu sammeln und betätigte sich als Orts-Chronist. Durch seine vielseitigen Interessen hat sich Othmar Gmeiner ein umfassendes Wissen über die Verwendung historischer Arbeitsgeräte angeeignet.

Archivar Thomas Welte, Bild: Gemeinde Frastanz

Der Kalender „Frastanz in alten Ansichten“ ist mittlerweile zur Tradition in der Walgaugemeinde geworden. In der 16. Auflage des Kalenders mit Motiven aus früheren Zeiten hat sich Gemeindearchivar Mag. Thomas Welte dem Ortszentrum gewidmet. Mitten im Hochsommer macht er sich Gedanken, welche Bilder aus vergangenen Jahrzehnten den nächsten Kalender „Frastanz in alten Ansichten“ schmücken sollen. „Jedes Jahr ist es eine interessante Arbeit, Bilder auszuwählen, die Einblicke in frühere Zeiten unserer Gemeinde geben“, so Welte.

Schwabenkinder aus dem Walgau

  • Samstag, 26. Oktober 2019
  • /  Monika Kühne
Schwabenkinder Projekt Interreg IV

Über Jahrhunderte gingen aus jeder Walgaugemeinde zwischen Josefi und Martini schulpflichtige Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren ins Schwabenland „gastarbeiten“: Schwabenkinder, Hütekinder – das war bittere Armut, weite Wege, manchmal noch im Schnee, Heimweh, Arbeit und die Abhängigkeit von einem fremden Dienstherrn. Das war aber auch das doppelte Häs im Herbst, festes Schuhwerk und vielleicht sogar ein paar Gulden. Jahrhundertelang währte dieser Austausch zwischen dem Alpenraum und dem Hinterland nördlich des Bodensees. 

wo.anders.hin: Auswanderer aus dem Walgau

Landesrat Christian Bernhard eröffnete am 21. März 2019 im Wolfhaus in Nenzing die Wanderausstellung „wo.anders.hin“. Mehr als 3.000 Menschen wanderten zwischen 1700 und 1914 aus dem Walgau aus. Die Auswanderung sowie die damit verbundenen Schicksale stehen im Fokus der im Rahmen eines Forschungsprojekts der Regio Im Walgau initiierten wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Dieter Petras.

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