Baukultur: Lungenheilstätte Gaisbühl

Lungenheilstätte Geisbüchel, Foto: Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek

In Zeiten, die von der Pandemie Covid-19 bestimmt sind, rückt im Walgau ein Gebäude in den Fokus, das 1918 zur Heilung der Lungenkrankheit Tuberkulose errichtet worden ist. Die Lungenheilstätte Gaisbühl steht im Ortsteil Gaisbühl in der Gemeinde Bludesch und nordwestlich in der Gemeinde Schlins. Im Jahre 1915 meldete die K.u.K. Regierung den Bedarf für Tuberkuloseheilstätten. Die Lungenheilstätte Gaisbühl wurde in den Jahren 1917 bis 1920 nach den Plänen des Architekten Willibald Braun errichtet. Für die Errichtung der Zufahrtsstraße wurden auch 140 serbische Kriegsgefangene eingesetzt. Mit 11. August 1920 wurde das Krankenhaus eröffnet. Im Juni 1921 erzwang die Zerstörung der Nenzinger Wasserversorgung durch einen Erdrutsch eine Räumung der Anstalt aus sanitären Gründen, die Patienten wurden in der Not in der Wohltätigkeitsanstalt Valduna und in Anstalten in Tirol untergebracht. 1981 wurde die Lungenheilstätte dem Landeskrankenhaus Feldkirch eingegliedert. Schliesslich wurden 2008 die Abteilung für Lungenheilkunde in das Landeskrankenhaus Hohenems und die Interne E in das Landeskrankenhaus Rankweil verlegt.

Buchtipp: „Vom Luftholen. Lungenheilstätte Gaisbühel“, hrsg. Ines Agostinelli in Zusammenarbeit mit dem vorarlberg museum, ISBN: 978-3-200-04184-4, 144 S.

„Vom Luftholen“ erzählt ein Kapitel Vorarlberger Sozialgeschichte auf geradezu unheimlich aufschlussreiche Weise" - Zitat aus Ingrid Bertels Rezension in der Zeitschrift "Kultur" vom 27.8.2015.  

(Quelle: Wikiwand)